Musik. Musik? Musik!

Ye-he-her ist su-hu-hu-per

Wo man sinkt, da lass Dich nieder, böse Menschen gehen nicht unter.

Das ist kein Zitat, sondern hirnlos.

Wo man singt, da lass Dich nieder, böse Menschen haben keine Lieder

Dieses alte Sprichwort zeigt, wie weit Aberglaube verbreitet ist.

Musik ist die Kunst, Schall zu klanglichen Kunstwerken zusammenzufügen.

Ist das wirklich so? So steht es zumindest bei Wikipedia geschrieben. Und wenn Musik eine Kunst ist, so unterliegt auch sie der Freiheit der Kunst. Freiheit kann ja so grausam sein.

Mach den Lärm aus!
Was hörst Du denn wieder für einen Mist?!
Räum Dein Zimmer auf!
Davon wirst Du noch ganz bekloppt in der Birne!
... und wie Du schon wieder aussiehst!
Aus Dir wird nie was werden!

Diese Sprüche kennt ja jeder von seinen Eltern. Gut, man war jung und unerfahren, und Eltern waren sowieso Pfui. Aber das Schlimmste ist: Sie hatten recht!

Und was bedeutet das?

Ist das wirklich so schwer zu begreifen?

Kinder, Ihr seht echt beschissen aus. Und Ihr kommt noch in Eurem Dreck um, wenn Ihr nicht endlich Euer Zimmer aufräumt.

Und die Musik, die Ihr Euch anhört? Ist doch klar: Nur Dreck!

Und was aus Euch wird? Siehe oben.

Musikopfer

Musik führt meist zu schwersten physischen und psychischen Schäden. Die Abbildung zeigt eines dieser armen bemitleidenswerten Kreaturen, bei denen Musik Psyche, Teint und Darmperistaltik nachhaltig geschädigt hat.

Armes bemitleidenswertes Musikopfer

Ein Opfer der Musik [1][2]

Einst verkörperte dieses Subjekt all das Gute, was die Menschheit so zu bieten hat:
Schönheit, Stärke, Anmut, Eleganz, Grazie, Intelligenz, Charakterstärke. Er war sportlich, ausgeglichen, gebildet, scharfsinnig, weltoffen, belesen, hilfsbereit und glatt rasiert.

Dann an einem milden Samstagabend im Spätsommer wollte er sich bei einem Glas 1829er Château d'If seine Lieblingssendung 'Das Wort zum Sonntag' anschauen. Zu seinem Unglück geriet er auf die falsche Taste der Fernbedienung und so wurde nichts aus der geistlichen Erbauung. Er geriet in eine Castingshow, in denen sich junge Mutanten entblöden und ungehemmt in ein Mikrofon gröhlen. Anschließend sonderten alte Mutanten ihre Kommentare dazu ab. Zum Schluss wählten die Zuschauer dann per Telefon über Abzocknummern ihre Lieblings-Ekel-Mutanten.

Aus Schreck über das, was in seine Ohren drang, setzten schlagartig Krämpfe ein und er ließ die Fernbedienung fallen. Damit wurde ein schnelles Umschalten unmöglich und das Schicksal nahm seinen grausamen Lauf. Nach nur 0,6 Sekunden setzte unbändiger Haarwuchs ein. Nach weiteren 1,3 Sekunden reagierten insgesamt 84% seiner Gehirnzellen auf die akustische Folter mit kollektivem Freitod.

Eigentlich ist er heute ein Wrack, nur noch ein Schatten seiner selbst. Er trinkt nur noch vergammelten Gerstensud, liebt Werbung und bildet sich über interaktive Gameshows weiter. Kommunikation mit der Aussenwelt findet vor allen durch Grunzlaute statt. Wenigsten ist er weitgehend stubenrein und kann (meistens) alleine aufs Klo gehen. Alles in allem ist er jetzt der ideale Verbraucher.

Der Musiker

Wo es so viele Opfer gibt, können die Verantwortlichen nicht weit sein. Dies sind Sendeanstalten, Verlage, Plattenhändler, Internetprovider u.s.w. Doch der eigentliche Verursacher ist der Musiker.

Grausamer skrupelloser Musiker

Skrupelloser Täter [1][3]

Der Musiker als solches ist verschlagen, geldgierig, geizig, brutal, grausam, publikumsgeil, jähzornig, triebhaft, sadistisch und zynisch. Er frönt der Völlerei, raucht, säuft und quält mit Hingabe seine Katze.

Abends zieht er los, um Frauen aufzureißen, die er schon am nächsten Morgen eiskalt lächelnd wieder abserviert. Anschließend überprüft er seine Kontoauszüge, um zu sehen, wieviel Geld ihm seine gehirnamputierten inkontinenten Fans mit irrem Kichern in seinen nimmersatten Rachen warfen.

Letzen Endes kommen in so einem Musiker alle schlechten Eigenschaften des Menschen zur vollen Blüte. Und auch wenn er für seine Umgebung im Allgemeinen und für seine Fans im Speziellen nur Verachtung übrig hat, so ist er doch für alle ein strahlendes Vorbild: Reich, berühmt und jede Menge Frauen. Und all das, ohne je dafür gearbeitet zu haben.

Damit ist jetzt Schluss!

Seit wer weiß wieviel Jahren boabachte ich jetzt schon diesen Niedergang der Menschheit und deren Kultur. Schon früh entschloss ich mich, dass sich da was ändern muss. Deshalb habe ich die ultimative Musik gemacht. Damit wird dem unverantwortlichen Treiben anderer Musiker ein für alle Mal ein Ende gesetzt. Die Schäden, die meine Musik beim Hörer verursacht, sind mir ebenfalls sowas von egal, aber ich will auch mal reich, berühmt und von Frauen umschwärmt sein.

Und hier ist es: Das Album



[1] Zur Wahrung der Persönlichkeitsrechte des Seitenbesuchers wurden die dargestellten Personen unkenntlich gemacht.
[2] Name und Biermarke sind dem Seitenersteller bekannt.
[3] Name und Haustier sind dem Seitenersteller bekannt.
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© 2006 Rüdiger Wilke
Letzte Änderung: 12.05.2008 20:12:38